Dienstag, 15. Dezember 2015

String Art - Fächer



Materialliste

Holzbrett (Maße nach Bedarf, hier 30 cm x 30 cm x 1 cm)
Wolle/Garn (Menge/Farbe/Art nach Bedarf)
Nägel, hier 2,0 x 40 (Menge und Größe nach Bedarf und Dicke des Bretts)
Abstandhalter für richtige Höhe der eingeschlagenen Nägel
Hammer
1 Schraube
Lineal
Papierschablone (Muster nach Wunsch)


Anleitung
Sobald man ein passendes Brett und, was ganz wichtig ist, eine passende Schablone hat (frei Hand gezeichnet, ausgedruckt und vergrößert), kann es eigentlich schon losgehen mit der "String Art" - für dieses Beispiel hier habe ich eine einfache Aufmachung benutzt, an der lässt sich das Ganze eben viel einfacher erklären - und es war der erste Versuch meinerseits auf diesem Gebiet der "künstlerischen Entfaltung". Für einen Grobmotoriker wie mich ist String Art echt der beste kreative Zeitvertreib.

Als Erstes wird die Schablone, hier ein Stück Papier mit einer einfachen Schachbrettmusterung, auf das Brett gebracht. Es reicht, die Seiten mit Klebestreifen auf der Fläche zu befestigen. Nun kommen Hammer und Nagel zum Einsatz. Mit der Schraube stanzen wir die Stellen vor, an der sich am Ende ein Nagel befinden soll, um den sich am Ende die Wolle/das Garn wickeln soll. Hier am Beispiel wurde alle Zentimeter ein Loch gestanzt. Dann die Schablone entfernen und entsorgen. Nun ist das Brett wunderbar vorgelöchert und kann weiter bearbeitet werden. Eventuell müssen Krümel oder dergleichen, die beim Rausziehen der Schraube mitgekommen sind, abgewischt werden.






Nun geht es an das richtige "nageln" des Brettes. In jedes Loch wird nun ein Nagel eingeschlagen. Hierbei ist etwas Vorsicht angesagt, denn man will ja nicht unbedingt auf der Rückseite wieder rauskommen. Es bedarf, sollte man dies das erste Mal machen, ein paar Testnägeln, bis man rausbekommen hat, wie oft und stark man auf den Nagel hauen muss, damit er auf der einen Seite fest sitzt, aber auf der anderen Seite nicht auf der Rückseite des Bretts wieder rauskommt. Ist das geschafft ist das Brett, wie hier beim Beispiel, einmal mit Nägeln umrandet.

Tipp: legt euch einen hölzernen „Abstandhalter“ zu, so könnt ihr gewährleisten, dass alle Nägel auf gleicher Höhe eingeschlagen werden. Dazu am besten zwei bis drei Nägel „frei Hand“ ins Brett schlagen, dann den Abstandhalter anlegen und die weiteren Nägel einschlagen, bis sie auf den Abstandhalter stoßen.



Jetzt können wir uns der Wolle, oder dem Garn, widmen. Farbe und Beschaffenheit sind dabei völlig egal, zumindest beim Garn. Bei der Wolle, die ich hauptsächlich für meine Bilder nutze, empfehle ich durchweg glatte und maximal 4-fache Wolle - steht ja zum Glück auf den Banderolen drauf, wie viel -fach die Wolle ist. Einfarbig, mehrfarbig, meliert, das ist am Ende egal, da zählt, was einem gefällt und/oder wie es sich im Gesamtbild macht. Bei diesem Beispiel hab ich mich für knallig orange und knallig grün entschieden.

Nun sucht man sich eine Ecke aus, bei der man beginnen will. Bei diesem Beispiel, bei dem sich die Wolle jeweils quer von einer zur anderen Ecke spannt, bietet sich die obere linke Ecke als Ausgangspunkt an.



Nun kann man die Wolle spannen. Bei diesem Beispiel ist der Verlauf echt simpel, man darf am Ende nur nicht durcheinanderkommen, bei welchem Nagel man schon war und wo man als nächstes hinmuss. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich drei Mal neu anfangen musste, weil mir eben genau das passiert ist. Aber letztendlich hat es doch noch geklappt.

Also: Beginn oben linke Ecke, gezogen nach unten rechte Ecke, einmal um den dortigen Nagel gewickelt und wieder zurück zum Nagel oben linke Ecke. Dort auch noch mal um den Nagel gewickelt und dann (Achtung!!), zum zweiten Nagel unten rechts gezogen. Diesen wieder umwickelt, zurück zum (Achtung!!) zweiten Nagel oben linke Ecke gezogen - und so weiter. So verfährt man mit der ersten Farbe weiter, bis man einmal von oben links nach oben rechts und von unten rechts nach unten links gespannt hat – verwirrt schon beim Lesen ein wenig, ich weiß.



Nun dreht man das Brett (ist einfacher in der Handhabung) und macht das Gleiche bei den noch freien Nägeln mit der zweiten Farbe. Am Ende hat man dann so ein tolles verschobenes und sich überkreuzendes Muster, wie auf dem Bild zu sehen.



Zum befestigen der Wolle oder dem Garn sei noch etwas angemerkt: es gibt viele String Art-Bilder im Netz, bei dem man sehen kann, dass die Wolle/das Garn direkt unter dem Nagelkopf angeknotet wurde. Kann man so machen, allerdings kann man dann so nur maximal zwei Mal um einen Nagel herumwickeln und man hat ewig viel Luft zwischen Faden und Brett. Bei manchen Bildern sieht das echt super aus und muss auch so sein, bei anderen, wie bei meinen Bildern zum Beispiel, sieht es eben, richtig geraten, nicht so toll aus.

Ich hab mich entschieden, die Garne direkt am Nagelfuß anzuknoten und die Nägel dann mehrmals nach oben hin mit Garn zu umwickeln - das sieht man bei den anderen Bildern, die ich hier mit veröffentlichen werde, sobald ich sie fertiggestellt habe. Man muss sich dahingehend austesten und schauen, was einem besser gefällt bzw. bei welchem Muster welche Machart am besten aussieht.

Der zweite Punkt, der auch Geschmackssache ist, ist das Ausfüllen der Flächen mit Garn. Die einen mögen es und machen es bei jedem Muster, die anderen mögen es nicht so gern und wenden es dementsprechend nur selten an. Auch hier kommt es wieder drauf an, was für ein Muster man nimmt. Bei meinen Mustern, die ich mir derzeit ausgesucht habe, kommt das Füllen der Flächen nicht so gut. Allerdings steht seit kurzer Zeit auch ein Projekt auf meiner Liste, bei der ich mich an der "Füllung" der Fläche versuchen werde. Bei richtig großen Mustern, wo am Ende viel frei Fläche ist, bietet sich das Füllen wirklich an.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen